Moderne Logistik versucht Bestände durch Informationen zu ersetzen. Das ist für jedes einzelnes Unternehmen zunächst deshalb von besonderer Bedeutung, weil es massive Einsparpotentiale birgt, etwa was Bestandskosten betrifft. Da jedoch Konkurrenz und Wettbewerb entlang der gesamten Wertschöpfungskette bestehen, besteht die Notwendigkeit von unternehmensübergreifender Zusammenarbeit, um als Netzwerk effizienter agieren zu können und sich am Markt zu behaupten.
Bei der gemeinsamen Planung, Prognose und Nachlieferung (engl. Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment), die 1997 in den USA entwickelt worden ist, erstellen die Geschäftspartner gemeinsam Geschäftspläne, um Aktionsplanungen und Warenverfügbarkeit in jeder Stufe der Supply Chain zu vereinfachen bzw. zu erhöhen.
Der standardisierte Austausch von Informationen wirkt sich demnach erleichternd auf die Warenflussteuerung aus. Doch wieso greift man zu CPFR?
Durch eine bessere Prognose lassen sich sowohl Kosten einsparen, Bestände bei allen Netzwerkmitgliedern optimieren sowie Produktionskapazitäten besser ausnutzen. Zusätzlich lässt sich der Umsatz steigern, die Logistikkosten sinken durch fallende Bestände und KMU’s (kleine und mittelständische Unternehmen) erhalten die Chance, sich gegenüber ihren größeren Geschäftspartnern durch innovative und kompetente Projektarbeit zu profilieren.
CPFR läuft in neun Schritten ab: Zunächst werden Rahmenbedingungen abgesteckt (Ressourcenplanung, Vertraulichkeiten etc.). Danach wir der Geschäftsplan entwickelt. Die Schritte drei bis fünf und sechs bis acht sind selbsterklärend. Im letzten Schritt wird dann bestellt und abverkauft.
(Die Grafik habe ich der Informationsbroschüre von Prozeus entnommen)
Weitere Informationen zum Thema Joint Forecasting gibt es auf Logistik-Wissen.com
