Als Kernprozess des Personalwesens (vgl. Teil 1) wurde die Personalbeschaffung und -gewinnung angegeben, die nun erörtert werden soll:
Die Aufgaben der Personalbeschaffung sind:
Festlegung von Bedarf und Aufgaben
Personalauswahl
Einstellung und Einarbeitung
Personal-Marketing
in- u. externe Gewinnung von Personal
Controlling
Der Ablauf lässt sich wie folgt darstellen:
Anforderung von Personal
-> Auswahl der Beschaffungsalternative
-> Einsatz der Beschaffungsinstrumente
-> Identifikation von Kandidaten
-> Auswahlverfahren
-> Entscheidung und vertragliche Bindung
-> Einführung und Enarbeitung
Bei der Wahl der Beschaffungsalternative sind folgende Aspekte zu betrachten: Zum ersten die Märkte (intern o. extern) und die Instrumente der Beschaffung (d.h. Medien und Maßnahmen) und dann Zeit (Zeitpunkt u. Dauer) und Ort (räumliche Ausdehnung).
Der Begriff Personal-Marketing wird differenziert in intern – Befragung der Mitarbeiter und daraufhin Änderung von Begebenheiten – und extern – Marktforschung und anschließend gezielte Werbung-.
Bei der internen Personalgewinnung (der Betriebsrat hat das Initiativrecht, d.h. er kann eine interne Stellenausschreibung verlangen, die der Geschäftsführer umsetzen muss – allerdings muss er nicht zwingend einen eigenen Mitarbeiter einstellen) stehen der Personalbeschaffung die Instrumente Aushang, schwarzes Brett und Intranet zur Verfügung. Die Vorteile liegen hier ganz klar bei der Motivationssteigerung der Mitarbeiter, der bestehenden Betriebskenntnis, der bestehenden Bekanntheit der Mitarbeiter, der schnellen Beschaffung sowie der geringen Beschaffungskosten. Nachteile hingegen können Enttäuschung abgelehnter Kandidaten, Scheitern am neuen Arbeitsplatz sowie Neid sein.
Bei der externen Personalgewinnung stehen Instrumente wie beispielsweise Hochschulmarketing, Stellenanzeigen, Abwerbung und Head-Hunter zur Verfügung. Die Nachteile der externen Gewinnung entsprechen den Vorteilen der internen Gewinnung, zusätzliche Vorteile sind jedoch die Fachkompetenz neuer Mitarbeiter, keine Betriebsblindheit, keine Vakanzen (d.h. bei der Neubesetzung von Stelle A durch interne Gewinnung wird ein anderer Arbeitsplatz frei, der ebenfalls neu besetzt werden muss) sowie geringe Fortbildungskosten.
