Zum 31.03.2009 betrug der Anlageerfolg des hausInvest global 5%. Das zeichnet den Fonds in einer Phase bedeutender Marktunsicherheiten als stabiles Basisinvestment aus. Insbesondere in der nachsteuerlichen Betrachtung schneidet der hausInvest global gut ab: Das Schlagwort lautet Doppelbesteuerungsabkommen. Laut dem Bundesfinanzministerium handelt es sich hierbei um „völkerrechtliche Verträge, mit deren Hilfe die Staaten vermeiden, dass bei demselben Steuerpflichtigen dieselben Einkünfte für denselben Zeitraum durch gleichartige Steuern mehrfach belastet werden“[1]. Da im Ausland die Steuerzinssätze mitunter niedriger sind, ergeben sich Vorteile für den Anleger: Im Jahr 2007 wurden pro Anteil am hausInvest global 2,30 Euro ausgeschüttet, von denen jedoch nur 1,59 Euro einkommenssteuerpflichtig waren (2008 nur 1,28 Euro). Ein lediger Anleger hätte somit bis zu 33.520 Euro einkommenssteuerfrei beim hausInvest global anlegen können (bei einer voll steuerpflichtigen Anlageform wären es lediglich 13.810 Euro gewesen)[2]. Diese respektable Wertentwicklung wurde auch zum wiederholten Male von der Ratingagentur Scope honoriert, die den Fonds im Februar 2009 mit AA-[3] einstufte (2007 und 2008 noch A-). Entgegen eigenen Aussagen wird der hausInvest global von Scope jedoch als „chancenorientiert“ eingestuft und nicht als sicherheitsorientiert. Im Vergleich zum Vorjahr (Platz fünf) konnte sich der hausInvest global in der Kategorie „Beste offene Immobilienfonds mit dem Zielmarkt Global für private Anleger“ um einen Platz auf Rang vier verbessern. Ein Grund hierfür könnte der große Asienbestand von knapp 30% sein, da die asiatischen Märkte boomen während in den USA die Wirtschaftsperspektiven stark nachgelassen haben. Scope bewertet die Panels „Managementqualität“ (30% Gewichtung), „Immobilienportfolio“ (50% Gewichtung) sowie „Finanzstruktur“ (20% Gewichtung), hat diese jedoch in Anbetracht der gestiegenen Anforderungen durch die Weltwirtschaftskrise um die Bereiche Rendite, Risiko und Liquidität des Investments erweitert. Scope arbeitet mit der Bauhaus-Gesellschaft für immobilienwirtschaftliche Forschung zusammen, die Immobilienstandorte und Objekte separat analysiert.
Zum Stichtag betrug das Immobilienvermögen des hausInvest global 2.139,2 Mio. Euro. Falls Auslandsimmobilien veräußert werden sollten, entstehen im einigen Ländern Veräußerungsgewinnsteuern (sog. Capital Gains Tax). Diesem Risiko hat das Fondsmanagement mit der Bildung von Rückstellungen zu 100% Rechnung getragen. Interessant für Investoren ist der Punkt der Liquidität: Der Gesetzgeber schreibt eine Mindestliquidität von 5% vor (siehe Kennzahlen von Immobilienfonds Seite 26). Aufgrund einer freiwilligen Selbstverpflichtung ist dieser Wert beim hausInvest global jedoch auf 10% erhöht worden. Die tatsächliche Liquiditätsquote betrug zum 31.03.2009 ganze 12,5% und damit 214,2 Mio. Euro. Im Bezug auf die Liquidität wird bei international agierenden Fonds auch das Schlagwort „Fremdwährungen“ zu einem Thema: Das Fondsmanagement versucht konsequent Verluste aus Währungsschwankungen auszuschließen. Deshalb werden die Fremdwährungspositionen weitgehend über Devisentermingeschäfte[4] abgesichert.
Die Chancen des hausInvest global auf einen Blick:
- seit Vertriebsstart 2004 jedes Jahr positive Anlageergebnisse
- solide Erträge bei geringem Risiko
- breit gestreutes Immobilienportfolio
- hohe Vermietungsquote
- steuerliche Vorteile
- flexible Geldanlage
- gute Bewertung durch Ratings
- als mündelsicher[5] erklärt worden
Die Risiken des hausInvest global auf einen Blick:
- Wertveränderungen der Immobilien führen zu Schwankungen der Anteilpreise
- Liquiditätsanlagen können Kursschwankungen unterliegen
- allgemeine Risiken einer Immobilienanlage (Vermietungsquote, Lage, Bonität der Mieter, Projektentwicklungen)
- Restrisiko trotz Währungssicherheit
- vorrübergehende Aussetzung der Anteilscheinrücknahme möglich
[1] http://www.bundesfinanzministerium.de/nn_39818/DE/BMF__Startseite/Service/Glossar/D/004__Doppelbesteuerungsabkommen.html, Stand 09.07.2009
[2] maximaler Freistellungsauftrag für Ledige: 801 Euro
[3] entsprechend der Ratingstufen „sehr hoch“
[4] „Das Devisentermingeschäft ist eine Art des Devisengeschäftes und beschreibt die feste Vereinbarung zu einem vertraglich abgesprochenen Kurs und Betrages mit Erfüllung zu einem späteren Zeitpunkt“ www.finanz-lexikon.de, Stand 09.07.2009
[5] Anlageform, bei der dem Mündel nach Abschluss durch den Vormund kein finanzieller Schaden entsteht. Es handelt sich hierbei ausdrücklich um ein Qualitätsmerkmal.
(Julian Bröer)
